The end of the beginning

Nachdem das bombastische kasachische Hochzeitsfest unter unseren Schlafräumen um Mitternacht langsam ausklang, weckte uns strahlender Sonnenschein.

So dass wir uns frohen Mutes wieder ins Spital begaben, mit dessen Hässlichkeit wir schon sehr vertraut sind. Nach den abschliessenden Vorträgen berichteten die Vertreter der 5 teilnehmenden Aimags über ihre bisherige Implementation der Hüftsonographie und die Probleme,  mit welchen sie bis anhin konfrontiert wurden. Dabei war es sehr erfreulich zu hören, wie sie mit viel Elan und Motivation das Gelernte allen Widrigkeiten zum Trotz, erfolgreich anwenden. Beim Aufbruch zum Mittagessen standen plötzlich  Eltern mit 3 Kindern mit antiken, pferdegeschirrähnlichen aber schön geschmückten Pavlikbandagen vor uns. Wir konnten allen ein Lachen auf das Gesicht zaubern, nachdem wir bei ihren zappelnden und schreienden Kindern im US eine ausgereifte Hüfte diagnostizieren konnten.
Auch am Nachmittag fanden wir erneut therapiebedürftige Hüftdysplasien aber leider auch eine luxierte Hüfte bei einem einjährigen Kind. Am meisten hat uns der Fall eines schwer hinkenden, siebenjährigen Mädchens beelendet, aus dessen Röntgenbildern klar hervorgeht, dass die langjährige chirurgische Therapie in UB zu einer beidseitigen vollständigen Hüftkopfnekrose und Invalidisierung führte

Die zweite Ultraschallmaschine an diesem Kurs, gesponsert von einem überaus grosszügigen Freund, ist nun wie geplant zu den begeisterten und stolzen „Besitzerinnen“ nach Khovd gegangen. 
Am Abend konnten wir dann den ersten Kurs unserer Expedition erfolgreich abschliessen...
..und uns auf Souvenir-Jagd machen, wobei wir sogar von einem Fernsehteam aus UB gefilmt wurden. Jagderfolg siehe unten.

 
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